Die Geschichte vom Zebra mit dem Punkt
Kaspar war das lebhafteste Zebrafohlen im Zoo.
Mit atemberaubendem Tempo sprengte er kreuz und quer durch die
Herde und begeisterte das Publikum mit wilden Bocksprüngen.
Wenn dann Besucher für ihn Futter durch den Zaun schoben, kamen alle Zebras angestürmt.
Aber obwohl jedes Zebra eine einzigartige Zeichnung
hat, konnten die Menschen Kaspar nicht unterscheiden und fütterten alle Zebras gleich.
"Lieber Zebragott", betete Kaspar eines abends, "mach, dass es gerecht zugeht!" Am nächsten
Morgen entdeckte er an der Tränke in seinem Spiegelbild einen kreisrunden schwarzen Fleck
auf seiner Backe. Der Fleck gefiel ihm und er hatte auch gleich den Zebragott im Verdacht,
verstand aber rein gar nichts.
Abends im Stall konnte er sich kaum hinlegen, so voll war sein Bauch. Er träumte von
einem starken Zebrahengst mit einer großen Herde. Alle Fohlen hatten einen schwarzen
Punkt.